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Etterschlag wurde bereits zwischen 805 und 809 n. Chr. unter dem Namen Etinesloch erstmals urkundlich erwähnt.Damals war es noch der Regierung des Bischofs Atto von Freising unterstellt. Somit gehört Etterschlag, mit einem gesicherten Alter von bald 1200 Jahren,wohl zu einer der ältesten Siedlungen der Umgebung, wenn auch anzunehmen ist, daß es wohl schon länger besiedelt war - schließlich liegt es unmittelbar an einer alten Römerstraße, die es bereits im 2. Jahrhundert n. Chr. gab.

Nachdem der Ort zwischenzeitlich zuerst zum Huosigau (Geschlecht der Huosi) und später zum Besitz der Grafen von Dießen-Andechs gehörte, erscheint er um 1300 als Eigentum des Klosters Fürstenfeldbruck. In der Folgezeit wechselten häufiger die “Herren” über Etterschlag, darunter die Greifen zu Greifenberg, die im 14. Jahrhundert den Zehnt an den wohlhabenden Münchner Bürger Konrad Hübschwirt und das Dorfgericht an die Patrizierfamilie Püttrich (zu Stegen) verkauften. Vom Ende des 16. Jahrhunderts bis 1848 wurde das Geschlecht der Toerring zum eigentlichen Herrscher über Etterschlag.

1818 wurde dann die politische Gemeinde Etterschlag, zu der neben dem Nachbarort Walchstadt auch Schluifeld und anfangs sogar Mauern gehörten, gebildet. Am 12. März 1849 wurde Joachim Königbauer, der wohl berühmteste Sohn Etterschlags. als 12. Kind einer Bauernfamilie, geboren. Joachim Königbauer wurde im Jahr 1900 Leiter der Lehrerbildungsanstalt Würzburg. Sein Buch “Eine Kindheit auf dem Dorf” , welches das Leben und Treiben in Etterschlag Mitte des 19. Jahrhunderts beschreibt, ist auch heute noch verfügbar.(ISBN 3-923657-19-6)
<Mehr Infos über Joachim Königbauer>

 

1951 begannen unter der Federführung der Bayerischen Landessiedlung GmbH südlich der bereits bestehenden Hörndl-Siedlung 17 Familien - überwiegend Heimatvertriebene aus dem Sudetenland - mit dem Bau von Eigenheimen. Durch Zwangseinweisung bei grundbesitzenden Bürgern waren sie zuvor zumeist in Etterschlag und Walchstadt in Notunterkünften untergebracht gewesen. Im Laufe der Zeit wuchs diese Siedlung mit der Hörndl-Siedlung zusammen und ist heute als Waldbrunn bekannt.
<Mehr Informationen über Waldbrunn>

Im Jahr 1972 ging Etterschlag im Rahmen der Gebietsreform zusammen mit Auing, Schluifeld, Steinebach und Walchstadt in der heutigen Gemeinde Wörthsee auf.

In der jüngeren Vergangenheit erlangte der Ort, neben den Dorffesten mit abschließendem Ochsenrennen, besonders durch die täglichen Staumeldungen an der Etterschlager “Killerampel” auch über die Landkreisgrenzen hinaus Berühmtheit. Dieses Ärgernis wurde jedoch mit der Fertigstellung des Autobahn-Tunnels Etterschlag und der Eröffnung dieses letzten Teilabschnittes der BAB 96 am 18. Juli 1998 beseitigt.

Veranstaltung_1200FinalVom 27. bis 28. Mai 2006 feierte Etterschlag das 1200jährige Jubiläum. Für mehr Infos klicken Sie bitte auf das Festlogo.
Zu diesem Anlaß erstellte der Heimatverein Wörthsee ein Chronik mit über 700 Seiten Umfang. Die gedruckte Version ist leider ausverkauft, es gibt nur noch eine DVD mit dem Buch als pdf-Datei.
Bilder vom Fest finden Sie unter www.etterschlag.de/1200EtterschlagWeb.

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